Was Fenedo liefert und was nicht

Über den Fenedo Store kaufen Sie Fenster mit Lieferung, ohne Montage. Die Fenster kommen per Lkw auf L-Gestellen an eine Abladestelle an Ihrer Adresse in Deutschland. Montage, Ausbau und Entsorgung der alten Fenster sowie Maurer-, Putz- und Fensterbankarbeiten gehören nicht zum Kauf im Shop.

Wenn Sie den Einbau nicht selbst übernehmen möchten, beauftragen Sie einen Fachbetrieb in Ihrer Region. Eine Montage bieten wir im Shop nicht an. Die Lieferung hängt nie von einem Montagetermin ab. Fragen zu Maß und Bauform können Sie vorab über die Kontaktwege stellen. Was zu Lieferung und Kosten gehört, steht auf der Seite Preis und Lieferung.

Was alles zum Einbau gehört

Der Fenstertausch besteht aus mehr als dem Einsetzen des neuen Rahmens. Typische Arbeitsschritte sind:

  1. Altes Fenster ausbauen, ohne die Laibung unnötig zu beschädigen.
  2. Laibung säubern, ausbessern und auf den Einbau vorbereiten.
  3. Neues Fenster einsetzen, mit Klötzen unterlegen und lot- und waagerecht ausrichten.
  4. Rahmen fachgerecht im Mauerwerk befestigen.
  5. Fuge zwischen Rahmen und Wand dämmen und innen und außen abdichten.
  6. Anschlüsse an Fensterbank, Putz und gegebenenfalls Rollladen herstellen.
  7. Flügel einhängen, Beschlag einstellen und alle Funktionen prüfen.

Die Fuge zwischen Rahmen und Wand

Zugluft, Feuchtigkeit und Schimmel an der Laibung nach einem Fenstertausch haben ihre Ursache oft in der Fuge zwischen Rahmen und Wand. Für eine dauerhaft dichte Fuge hat sich ein Prinzip mit drei Ebenen bewährt:

  • Innen luftdicht: Die innere Abdichtung verhindert, dass warme, feuchte Raumluft in die Fuge gelangt und dort kondensiert.
  • In der Mitte dämmend: Der Dämmstoff in der Fuge sorgt für den Wärmeschutz am Rand des Fensters.
  • Außen schlagregendicht und diffusionsoffen: Die äußere Abdichtung hält Regen ab, lässt aber Feuchtigkeit aus der Fuge nach außen entweichen.
Schnitt durch die seitliche Fuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk, außen links, innen rechts. Ebene 1 innen: luftdichtes, dampfbremsendes Band zur Raumseite. Ebene 2 in der Mitte: Fuge mit Dämmstoff gefüllt, zum Beispiel Montageschaum oder Mineralwolle. Ebene 3 außen: schlagregendichtes Band, das Wasserdampf nach außen lässt. Raumfeuchte bleibt aus der Fuge, Feuchte aus der Fuge kann nach außen. Regel: innen dichter als außen. Fenster aus dem Fenedo Store werden ohne Montage geliefert; Bänder im Schema zum Beispiel illbruck i3.Fensteranschluss in drei EbenenSchnitt durch die seitliche Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk, von oben gesehenfenedoaußeninnenMauerwerkFensterrahmenBefestigung123Raumfeuchtebleibt aus der FugeFeuchte aus der Fugekann nach außen1Innen: luftdichtdampfbremsendes Band oder Dichtstoff zur Raumseite2Mitte: wärmedämmendFuge voll gefüllt, z. B. Montageschaum oder Mineralwolle3Außen: schlagregendichtBand hält Regen ab, lässt Wasserdampf nach außenRegel: innen dichter als außenIm Fenedo StoreFenster mit Lieferung, ohneMontage. Bänder, Dämmungund Befestigung wählt IhrEinbaubetrieb passend zurWand. Bänder im Schema:z. B. illbruck i3.Quellen: illbruck, i3 Fenster-Abdichtungssystem (Stand 04.10.2026); Montageleitfaden der RAL-Güte-gemeinschaft laut FES-Infoblatt München. Schema ohne Maßstab, Lage im Mauerwerk vereinfacht.
Die drei Ebenen der Fuge im Schnitt: innen luftdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und offen für Wasserdampf. Fenster aus dem Fenedo Store kommen ohne Montage.

Die Regel dazu lautet innen dichter als außen. Wird das umgekehrt oder wird nur mit Montageschaum gearbeitet, kann sich Feuchtigkeit in der Fuge sammeln. Mögliche Folgen sind Zugluft, Wärmeverluste und Schimmel an der Laibung. Für die fachgerechte, luftdichte Montage verweist die Landeshauptstadt München in ihrem Infoblatt zum Mindestwärmeschutz auf den Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren der RAL-Gütegemeinschaft. Wie die drei Ebenen im Detail aufgebaut sind, erklärt der Artikel Fensteranschluss abdichten.

Selbst einbauen oder nicht: vier Fragen

1Erfahrung und Werkzeug vorhanden?neinja2Helfer zum Tragen und Ausrichten?neinja3Kein Steuerbonus geplant?neinja4Übliche Größe, gerade Laibung?neinFachbetriebbeauftragenjaSelbsteinbau ist realistisch
Vier Fragen für die Entscheidung. Lautet eine Antwort nein, ist ein Fachbetrieb die sicherere Wahl.

Handwerklich erfahrene Hausbesitzer können Fenster selbst einbauen, wenn die Voraussetzungen stimmen. Prüfen Sie:

Voraussetzungen für den Selbsteinbau

  • Sie haben Erfahrung mit vergleichbaren Arbeiten und das passende Werkzeug.
  • Mindestens eine zweite Person hilft beim Tragen und Ausrichten. Fenster mit Isolierglas sind schwer, Dreifachglas noch mehr.
  • Sie kennen den Wandaufbau und wissen, wie Rahmen dort befestigt und abgedichtet werden.
  • Sie haben genug Zeit und können bei schlechtem Wetter jede Öffnung am selben Tag wieder schließen.
  • Sie wollen weder den Steuerbonus nutzen noch Arbeitslohn über eine Förderung abrechnen.
  • Sie beachten die Montageanleitung und die Anforderungen, die für Ihr Gebäude gelten.

Bedenken Sie auch die Haftungsfrage: Schäden, die durch einen fehlerhaften Einbau entstehen, sind kein Mangel des gelieferten Fensters. Wer selbst einbaut, trägt dieses Risiko selbst. Ihre gesetzlichen Rechte wegen Mängeln des Fensters selbst bleiben davon unberührt.

Eigenleistung, Förderung und Steuerbonus

Ob Sie selbst einbauen oder einbauen lassen, hat direkte Folgen für die staatliche Unterstützung. Diese Regeln gelten:

Was die Art des Einbaus für Zuschuss und Steuer bedeutet, Stand Oktober 2026
Eigenleistung

Selbst einbauen

  • Bundesförderung: nur die Materialkosten sind förderfähig
  • eine Energieeffizienz-Expertin, ein Experte oder ein Fachunternehmer muss die fachgerechte Ausführung bestätigen
  • Steuerbonus für energetische Sanierung: nicht möglich
Einbau durch Fachunternehmen

Fachbetrieb

  • Bundesförderung: Material und fachgerechter Einbau sind förderfähig
  • Steuerbonus möglich: insgesamt 20 Prozent der Aufwendungen, verteilt auf drei Jahre
  • Bescheinigung des Fachunternehmens nach amtlichem Muster nötig

Den Steuerbonus nach § 35c Einkommensteuergesetz gibt es nur für selbst genutztes Wohneigentum, das bei Beginn der Maßnahme älter als zehn Jahre ist, und nur, wenn ein Fachunternehmen die Maßnahme ausführt. Er lässt sich nicht mit einer öffentlichen Förderung für dieselbe Maßnahme kombinieren. Rechnungen über Material in Eigenleistung müssen für die Bundesförderung nach dem KfW-Infoblatt in Version 11.0 den Namen des Antragstellers ausweisen und in deutscher Sprache ausgestellt sein. Den Weg zur Förderung beschreibt der Artikel Förderung für neue Fenster. Eine Bestellung unter der Bedingung der Förderzusage ist im Fenedo Store nicht möglich.

Wann ein Fachbetrieb die bessere Wahl ist

In vielen Fällen ist der Einbau durch einen Fachbetrieb die sicherere Lösung:

  • bei Altbauten mit schiefen oder beschädigten Laibungen,
  • bei großen oder schweren Elementen wie Hebe-Schiebetüren,
  • wenn gleichzeitig die Fassade gedämmt oder Fensterbänke erneuert werden,
  • wenn Sie den Steuerbonus nutzen oder den Einbau über eine Förderung abrechnen wollen,
  • bei einbruchhemmenden Fenstern, deren Schutz von der vorgegebenen Befestigung in der Wand abhängt,
  • wenn Sie ein Aufmaß aus einer Hand möchten, sodass der Betrieb auch für das Bestellmaß einsteht.

Ein Fachbetrieb haftet für seine Montageleistung und kann Ihnen die Nachweise für Förderung und Steuer ausstellen. Warum der Einbau auch für den Einbruchschutz zählt, lesen Sie im Artikel Einbruchschutz am Fenster.

Kosten vollständig vergleichen

Beim Vergleich zwischen Eigenleistung und Fachbetrieb wird oft nur der Arbeitslohn betrachtet. Zu einem fairen Vergleich gehören aber auch diese Punkte:

  • Montagematerial wie Befestigungen, Dämmstoff und Dichtbänder für innen und außen,
  • Werkzeug, das Sie kaufen oder leihen müssen,
  • Ausbau und Entsorgung der alten Fenster,
  • Ausbesserungen an Putz, Laibung und Fensterbank,
  • Ihre eigene Zeit und das Risiko, dass ein Fehler später teurer wird als der gesparte Lohn,
  • Förderung und Steuerbonus, die mit einem Fachbetrieb höher ausfallen oder überhaupt erst möglich sind.

Holen Sie für einen realistischen Vergleich ein Angebot für den Einbau ein, bevor Sie sich entscheiden. So sehen Sie, was die Montage für Ihre konkreten Fenster kosten würde.

Die Mischform: Fenster online, Einbau vor Ort

Bei der Mischform bestellen Sie die Fenster selbst und beauftragen einen Betrieb aus der Region mit dem Einbau. Das kann gut funktionieren, wenn Sie einige Punkte vorab klären:

  1. Betrieb vorher fragen

    Nicht jeder Betrieb baut Fenster ein, die er nicht selbst geliefert hat. Klären Sie das, bevor Sie bestellen.

  2. Maß vom Betrieb klären lassen

    Lassen Sie das Rahmenaußenmaß von dem Betrieb bestimmen, der auch einbaut. So ist klar, wer für das Maß einsteht. Hintergründe zum Maß lesen Sie im Artikel Fenster ausmessen für den Austausch.

  3. Termine abstimmen

    Die Lieferung kommt zum angekündigten Termin. Planen Sie den Einbau so, dass die Fenster nicht lange ungeschützt im Freien stehen.

  4. Lagerung und Transport im Haus planen

    Der Fahrer stellt die Fenster an der Abladestelle ab. Ein Hineintragen ist nicht Teil der Lieferung. Die L-Gestelle bleiben bei Ihnen.

Unsere Empfehlung

Selbst einbauen kann sich lohnen, wenn Erfahrung, Werkzeug, Helfer und Zeit vorhanden sind und Sie weder Steuerbonus noch geförderten Arbeitslohn brauchen. In allen anderen Fällen ist ein Fachbetrieb die verlässlichere Wahl. Wichtig ist vor allem, dass das Bestellmaß zur Einbausituation passt und die Fuge fachgerecht gedämmt und abgedichtet wird. Im Konfigurator stellen Sie Ihr Fenster nach Maß zusammen, etwa als Kunststofffenster.